Freitag, 22. Mai 2009

香港 Hong Kong!?!

Henning hatte sich mal wieder etwas wildes überlegt: “Flo, wie wäre es denn mal mit HONG KONG? In Japan haben wir ja jetzt schon (so ziemlich) alles gesehen.”

Naja, dachte ich mir, als Papa von da zurück kam, hat er ne Menge spannender Sachen erzählt, warum also nicht?
Dann kam jedoch die Schweine Grippe verstärkt auf und wir überlegten kurz, ob wir das Risiko wirklich auf uns nehmen sollen oder nicht. Letztlich hat uns aber doch mehr das Reisefieber gepackt! (Dazu gleich noch mehr, also das Wortspiel im Hinterkopf behalten!)

Gebucht hatte Henning die Reise über einen japanischen Reiseveranstalter. Sie sollte auch recht Preiswert sein, aber wie das im echten Leben so ist, kommen die Versteckten kosten erst zum Vorschein, wenns schon wieder fast zu spät ist alles abzusagen…
Aber von Geld wollen wir hier lieber nicht berichten, sondern von der Reise in einer japanischen Reisegruppe!!! (Wird das wirklich so, wie man sich das vorstellt? Alle ständig am fotografieren? Na gut, die meisten Fotos hat wahrscheinlich eh Henning gemacht, aber naja…)
Jedenfalls musste ich, um überhaupt nach Hong Kong zu kommen, mit dem Shinkansen nach Tokyo fahren, denn unser Flug ging um 9 und da wäre alles andere unmöglich gewesen (dies ein Beispiel für versteckte Zusatzkosten). So mussten wir dann auch um 5 Uhr früh die Wohnung verlassen um rechtzeitig beim Check-in zu sein. Dann die große Überraschung: da war gar keine Reisegruppe, wir sollten die (zum Glück) erst in Hong Kong treffen! Also ging es relativ entspannt nach Taipei 台北 zum Zwischenstop. Dort dann etwas Verwirrung, denn unser Flug wurde auf ein anderes Gate verlegt und als Destination war nicht Hong Kong sondern Jakarta angegeben, aber wir haben es dann dennoch geschafft!
Die Flüge waren alle sehr gut von Air China durchgeführt und man fühlte sich selbst bei den kleinen Turbulenzen gut aufgehoben.
Beim verlassen des Flugzeuges in Taipei war es dann schon etwas schwül, aber das sollte nichts sein im Vergleich zu dem, was uns in Hong Kong erwarten sollte! Papa hatte mich zwar vorgewarnt, aber man kann sich das immer nicht vorstellen!

Die Einreisemethoden haben sich dann doch merklich geändert, so wurde bei Henning noch während wir auf den Rollbändern dem Ausgang entgegen schwebten Fieber gemessen! Also hatte ihn das Reisefieber wirklich gepackt und erhitzt und er wurde von den Wärmekameras ausfindig gemacht! Aber war wohl falscher Alarm!

Jedenfalls wurden mit den üblichen Einreiseformularen auch Formulare bezüglich der Schweine Grippe verteilt und man musste die ausfüllen. Da ich nun mal nicht lügen kann, habe ich dann auch Wahrheitsgemäß angekreuzt, dass ich Halsschmerzen hätte, denn ich war bis ein paar Tage vor dem Flug erkältet.
Zunächst hatte das auch keine Folgen, aber anscheinend hat sich dann doch jemand meinen Zettel noch Mals angeschaut und so wurde ich abgeführt in eine Quarantäne-Zone! Henning war erst ein Mal von den Socken und ich einfach nur gespannt, was denn nun kommen würde! So musste ich ein ähnliches Formular, welches ich bereits ausgefüllt hatte erneut ausfüllen, dann wurde mir Fieber in beiden Ohren gemessen und anschließend wurde ich einer Ärztin vorgeführt, die erneut ein Formular ausfüllte, und als Grundlage dafür die anderen beiden nahm… (Bürokratie…)
Jedenfalls wurden mir ein paar Fragen in gutem, aber unter der Maske leider nicht ganz verständlichem Englisch gestellt. U.a. ob ich nicht für 7 Tage zur Beobachtung in ein Krankenhaus wolle und mein Begleiter gleich mit! Ich weiß nicht mehr, was genau ich verstanden habe, aber ich habe erst ein mal ja gesagt (in Japan ist das immer gut), zum Glück hat die junge Dame die Frage daraufhin erneut gestellt und ich konnte sie doch noch überzeugen, dass ich das doch nicht bräuchte! Wow, da kam ich ganz schön ins schwitzen (zum Glück haben sie mir da nicht noch Mal Fieber gemessen! Aber sie hat mir dann auch gleich so eine Maske mitgegeben, wie sie in Asien viele tragen! Ich fand das allerdings nicht so nützlich, denn mir beschlug immer die Brille...

So viel zum Thema Schweine Grippe und (Reise)fieber!

In Hong Kong wurden wir dann von Ricky empfangen, der uns zum Hotel brachte. (In Hong Kong haben viele englische Vornamen auf Grund der kolonialen Vergangenheit)
Das Hotel war ein 19 Stöckiges 3*** Hotel und wir haben im 18 Stock genächtigt!!! Das Hotel lag im Norden der Stadt und so hätten wir einen tollen Blick gehabt, aber leider waren 18 Stockwerke dann doch nicht soo hoch, dass wir über alle anderen hätten hinwegsehen können…
Dennoch war es spektakulär!

Am ersten Abend hatten wir dann auch noch “Ausgang” und so machten wir uns auf, den “Night market” zu suchen. Dabei stießen wir dann zufällig noch auf u.a. den Jademarkt! Das waren viele eindrücke! Und so sollte es die nächsten Tage weiter gehen! Denn morgens um 8 sollten wir in der Lobby mit Candy und unserer japanischen Reisegruppe (naklar!) zusammen treffen! Die Gruppenführung erfolgte dann auch ausschließlich auf japanisch, was leider dazu führte, dass ich irgendwann abschaltete und nicht mehr wirklich hin hörte, was Candy da so ins Mikro erzählte!
Wir fuhren jedenfalls zunächst mit dem Bus nach Downtown und setzten von dort mit der Star fairy nach “richtig” Hong Kong über. Dahin wo, momentan, das höchste Haus Hong Kongs steht. Dort besuchten wir einen Tempel und machten anschließend eine Fahrt auf der längsten Rolltreppe der Welt! Dann eine Bootsfahrt im Yachthafen und anschließend Mittagessen in einem chinesischen Restaurant. Danach ging dann leider eine Art Kaffeefahrt los und wir wurde in spezielle Läden geführt um Schmuck und Seide zu kaufen. Pech für die, dass für so etwas in unserem Budget kein Platz war!!! Wir haben die Dollar lieber auf den Straßenmärkten ausgegeben und wahrscheinlich immer zu viel bezahlt! Denn eigentlich war der ursprüngliche Preis schon nicht soo hoch, aber der stand dann auch noch zur Verhandlung! Naja, ich habe ein Bild gekauft und statt 160HK$ nur 110HK$ bezahlt, aber das waren wahrscheinlich immer noch 30 Dollar zu viel! (~10HK$-= 1Euro)

Wir haben uns dann um 15 Uhr von der Gruppe abgeseilt, denn das Programm war zu Ende. Wir wollten aber um 20 Uhr die Lasershow in der Innenstadt miterleben! Was also die restlichen 5 Stunden machen? Naja, wir wollten ja auch noch den größten Buddha der Welt sehen, also hin da! Als wir in der Gondel saßen und einen Berg überquerten tauchte dann leider vor uns eine Wand aus Wolken auf! So dass wir den Buddha nicht in voller pracht aus der Ferne betrachten konnten. Dafür bot sich uns ein interessantes Naturschauspiel mit den Wolken und den Bergkämmen!


Die Lasershow um 20 Uhr haben wir dann auch rechtzeitig erreicht und trotz einsetzendem Nieselregen genossen!

Am nächsten Tag sind wir dann wieder auf eigene Faust losgezogen und sind dabei beinahe der Hitze erlegen!!!
Daher bin ich in einen Friseurladen rein, denn mit der Madde ging das Mal gar nicht auszuhalten!!! War sehr interessant den Vergleich zu den japanischen Friseuren zusehen! Und wie man sich auch verständigen kann, wenn man nicht die Sprache des gegenüber beherrscht! Nachmittags gings dann wieder nach “richtig” Hong Kong.
Um auf Victorias peek die Aussicht über die wahnsinns 7 Mio. Metropole zu genießen!
Wir sind zwar durch Tokyo jetzt schon einiges gewohnt, aber so viele Wolkenkratzer wie Hong Kong (ca. 6300!) sind es dann in Tokyo doch nicht.
Da wir völlig erschöpft waren, gönnten wir uns Abend dann auch eine マサージ Massage! Die zwei zierlichen Chinesinnen hatten dann auch ganz schön zu tun, haben ihre Sache aber sehr gut gemacht! Am nächsten Tag wurden wir dann von einem dritten Reisebegleiter abgeholt und flogen zurück nach Tokyo, von wo aus es dann für mich direkt aus dem Flieger (dies Mal ohne Quarantäne, aber mit erneutem Fingerabdruckscan!) in den Nachtbus, der mich sicher wieder nach Kyoto brachte! Ich hatte auch Glück und konnte etwas schlafen!

So ging ein spannendes verlängertes Wochenende vorbei und der graue Praktikumsalltag hatte mich wieder!!! Das tolle war, dass ich endlich das Gefühl hatte in Asien zu sein! So, wie ich mir das früher immer vorgestellt habe! Japan ist zwar nicht Europa, aber halt doch sehr westlich orientiert und obwohl Hong Kong ja fast englisch ist, hatte es an vielen stellen, grade in der Ecke wo wir genächtigt haben diesen "Asiatouch". Ich fands toll und merke langsam, dass ich meine Liste der Besten Städte noch lange nicht als abgeschlossen sehen kann!!!
(schon witzig oder? Chinatown in China! Ob in Yokohama doch das größte der Welt ist...?)

Samstag, 9. Mai 2009

Meine Familie big in Japan








So, die gute Nachricht vorweg, alle sind gut wieder in Deutschland gelandet!!! ;-)

Aber zum eigentlichen Thema...
Als es langsam damit ernst wurde, dass ich nach Japan gehe, hatten meine Eltern und Claudia +Katrin (eine Freundin der Familie) überlegt, mich in Japan besuchen zu kommen. Zum Einen um mich wieder zu sehen, zum Anderen um zu sehen, wie ich da so lebe und zurecht komme.
Da ich zu der Zeit, wo gebucht werden sollte noch keine Praktikumsstelle hatte, (ihr erinnert euch vielleicht an das Drama) und daher nicht wusste wo ich mich zu dem Zeitpunkt aufhalten werde und was überhaupt möglich sein wird, hatte ich eine Rundreise für sie vorgeschlagen und als es hieß, sie hätten am ersten Tag Freizeit, dass sie dann in Tokyo landen sollten, denn ich habe nicht damit gerechnet, nicht in Tokyo einen Praktikumsplatz zu bekommen...
So kam es dann, dass ich mit dem verhassten Nachtbus nach Tokyo fahen musste um sie zu begrüßen! Da mein Chef aber sagte, ich könne mir Zeit nehmen, wenn meine Eltern da sind, konnte ich schon vorher anreisen und war nicht ganz so erledigt! Dafür waren die anderen ganz schön im Eimer! Aber sie haben tapfer durchgehalten und so haben wir den ersten Tag zum lockeren einrollen genutzt! D.h. nur ein wenig Asakusa-Tempel schauen und im Ueno-Park schlendern. Abends gab es dann ein 12 Gängemenü mit japanischen Leckereien und für jeden war etwas dabei und so war die angst des Verhungerns auch schon mal genommen!
Da ich die Freundlichkeit meines Chefs allerdings nicht überstrapazieren wollte, machte ich mich dann, erneut im Nachtbus, zurück auf den Weg nach Kyoto. In den folgenden Tagen stand ein buntes Programm für die Berliner an. (Vielleicht bietet sich ja jemand als Gastblogger an...?!?!)
U.a. ging es nach Nikko, zum Fuji, zum Perlen tauchen (Winitach lässt grüßen...), nach Nara, Kyoto und Osaka!
In Nara und Kyoto bot sich dann auch jeweils die Gelegenheit für kurze treffen und wir waren an einem Abend sehr lecker Sukiyaki essen! mhm!!! ;-)
Alles in allem war es leider etwas wenig Zeit, aber dafür hatten alle einen schönen Aufenthalt mit vielen Impressionen! Verlieben oder so konnten sie sich, glaube ich alle nicht in das Land, aber dafür waren sie auch nicht hier oder? Aber jetzt haben sie einen Eindruck davon wie ich hier so meinen Alltag meistere und das ich doch schon einwenig japanisch spreche... (die Fehler merkt ja eh keiner...!)
Wie schon gesagt, es sind auch alle wohlbehalten wieder gelandet und für nähere Infos entweder auf den Gastbeitrag warten oder selber nachfragen! ;-)

Montag, 13. April 2009

Ostern!?!

Wir hatten Weihnachten in Japan. Und jetzt auch Ostern. Jedoch anders als zu Weihnachten, wo ich durch Straßenbeleuchtung und Sonderausverkäufe daran erinnert wurde, war es mit Ostern eher ein Zufall, dass ich daran gedacht habe...
Hätte Mama mir nicht ein paar Tage davor gesagt, dass bald Ostern ist, ich hätte es glatt vergessen! Denn in Japan hat nichts an Ostern erinnern lassen! Dabei hätte es mit dem Hasen und den Geschenken genug Potential für die Japaner (was da sonst noch so los ist interessiert eh die wenigsten)!
So war es dann für mich auch ein total unchristliches Osterfest. Denn obwohl ich an Karfreitag (wahrscheinlich) kein Fleisch gegessen habe, war ansonsten nichts mit christlichen Traditionen. Desweiteren erreichte mich auch keinerlei Osterpost (kein Vorwurf, nur Feststellung, bzw. Info).
Am Samstag war ich den ganzen Tag in der Stadt unterwegs um noch eine der letzten Gelegenheiten zum Kirschblüten schauen zu nutzen. Dabei habe ich ungefähr 12 km zurückgelegt und gemerkt, wie vielseitig die Stadt doch ist! Denn wenn man nicht nur mit dem Bus von einer Attraktion zur nächsten hetzen muss, dann gibt es eine Menge zu entdecken! So bog ich in eine kleine Nebenstraße ein und dachte ich sei im Japan des 19 Jhd.! Es war so ruhig und die Häuser waren alle mit alten Mauern umgeben und alles war sehr traditionell! Aber zwei Ecken weiter war es dann auch schon wieder vorbei mit der Ruhe, denn da war wieder eine Bushaltestelle und folglich ein Touriauflauf! ;-)
Den Ostersonntag verbracht ich mit einer sehr japanischen Tradition, dem 花見 Hanami. Wie ihr evtl. aus gleichnamigem Film wisst, trifft man sich zur Kirschblütenzeit und setzt sich in Gruppen unter einen der zahlreichen Kirschbäume und lässt die Seele baumeln. Gewöhnlich wird dabei auch Alkohol "genossen", aber bei meinem Hanami gab es nur Tee und Wasser, was auch besser war, denn es waren über 25 Grad!!!
Am Abend war ich dann mit ein paar Kyotoern essen, das war mein Osterwochenende! ;-)
Dann noch ein paar Impressionen und bis demnächst! ;-)





Dienstag, 7. April 2009

1000 und 1 Bahnhof oder die Reise nach Hokkaido

Am letzten Märzwochenende war es wieder so weit, ich begab mich auf eine Reise! Denn obwohl in Japan unüblich, so habe ich doch Urlaub bekommen! Zusammen mit Henning wollten wir etwas wagen, was sonst wohl kaum einer macht! (zumindest kaum ein Japaner) Wir wollten mit dem 青春十八切符 (dem “blauer Frühling 18 Ticket) nach 北海道Hokkaido fahren. Der Insel nördlich der Hauptinsel.
Das Ticket hat den Vorteil, dass man nur 11.500 Yen bezahlt und dann 5 Tage lang so oft umsteigen kann, wie man möchte! Der große Nachteil ist, man kann meist nur mit den 普通電車 “normalen Bahnen” fahren. Und daher hält man in JEDEM Kleinkleckersdorf!!! Aber wir dachten uns, wir seien jung und bräuchten das Geld (für andere Dinge…) und hätten genug Sitzfleisch.
Der Reiz an der Reise war also zum einen auf eine andere Insel zu kommen, dabei jedoch so viel Landschaft und Sehenswürdigkeiten wie möglich mit zunehmen!

Für mich begann die Reise mal wieder mit dem geliebten, nein eher verhassten Nachtbus. Ich kann in den Dingern einfach nicht schlafen!!! Völlig am Ende sollte es also losgehen… Das kann ja was werden! Aber ich machte es einfach wie die meisten Japaner und schlief erst mal ein wenig im Zug. Gut, wenn man schläft bekommt man zugegebener Massen nicht soo viel von der Landschaft mit, aber das war in dem Moment nur zweitrangig! ;-)
Die erste richtige Station machten wir in Fukushima 福島 dort besuchten wir den 花見山 Hanamiyama. Einen Berg an dem fast das ganze Jahr über Blüten zu bestaunen sein sollen. Wir hatten darauf gehofft, dass die 桜 Kirschblüte auch hier schon in voller Pracht zu genießen sein würde, aber das war sie leider nur bedingt. Andere Bäume sprangen jedoch in die Bresche und so war es den Ausflug dennoch Wert!
Nächster Stopp war 仙台 Sendai. Hier wollten wir übernachten und dies natürlich wieder möglichst kostengünstig in einem der berühmt, berüchtigten Manga-cafés! Nach einer Nachtruhe, welche nur davon unterbrochen wurde, dass ich von einem Mitarbeiter aufgefordert wurde meine Füße doch bitte nicht in den Gang zu stellen, ging es mit dem ersten Zug nach 松島 Matsushima, einem der 3 schönsten Aussichten Japans!
Und es war wirklich sehr schön!!! Und ich nutzte gleich die Gelegenheit und plantschte ein wenig im eiskalten Pazifik herum!!! ;-)
Das nächste Ziel hieß nun 青森 Aomori. Das Problem dabei war, dass kein Zug, für den unser Ticket gültig war, dort hin fuhr! Also suchten wir im Internet (und weil wir ja im Zug saßen mussten wir unser Handy nehmen!) nach einer günstigen Möglichkeit. Diese fanden wir dann in einem Bus, der uns dort hin brachte. Gut für uns, er war billiger als die Bahn und wir kamen so früh in Aomori an, dass wir noch am selben Abend nach 函館 Hakodate auf Hokkaido übersetzen konnten!
Wenn man einen Japaner nach Hokkaido fragt, ist das erste (und manchmal einzige) was ihmdazu einfällt: おいしいLECKER! Also ließen wir uns von unserem freundlichen Taxifahrer empfehlen, was man am späten Abend noch essen könnte. Er empfahl uns einen Burger, welcher auch wirklich lecker war! (zur einen Hälfte mit Hähnchen und zur anderen mit Krabben!) Nachts dann wieder in einem örtlichen Manga-café genächtigt (diesmal ohne Störung!) und am nächsten Morgen zum 朝市 Morgenmarkt.
Ich hätte nie gedacht, dass ich morgens um 9 bereits マグロ刺身Sashimi (roher Tunfisch) und 蟹Kani (Krebs) auf Reis essen könnte, aber ich sage nur: おいしいいいいund 美味い!!! Sehr lecker! Denn beides war so frisch, dass es quasi noch gelebt hat! (den Krebs haben sie tatsächlich noch lebend an uns vorbei in die Küche getragen…)








Von Hakodate aus ging es dann in den “Quasi-Nationalpark” 大沼公園 Onumapark. Eine sehr schöne Seenlandschaft mit einem mächtigen Berg, der über die ganze Szene zu wachen schien.
Zurück in Hakodate gab es zum Mittag dann eine weitere Lokalspezialität 味噌ラーマン Misoramen.








Als wir diese verputzt hatten, hatte Hakodate und Umgebung uns nicht mehr zu bieten (wahrscheinlich doch, aber wir mussten eh zurück…), daher fuhren wir wieder mit der 船Fähre nach Aomori.









Dort wollten wir erneut in einem Manga-café schlafen, aber in der nähe des Bahnhofs schien es keines zu geben, daher schliefen wir in einem… カプスルホテル!!!
Na klar!!! (Achso, soll Kapselhotel heißen…)















Wollten wir eh schon machen, seit wir von deren Existenz gehört hatten, also haben wir das auch erledigt! Auch wenn jetzt manch Besserwisser evtl. Behaupten würde, dies sei gar kein richtiges Kapselhotel gewesen, ihr hattet ja viel zu viel Platz! Egal, erledigt!!! ;-)
Gut erholt sollte es nun auf den Rückweg gehen. Was ich nicht verstehe ist jedoch, wie andere Leute es in 80 Tagen um die Welt geschafft habe sollen, denn in 5 Tagen von Kyoto nach Hakodate und zurück ist fast schon ein Wunder oder めちゃくちゃ無理! (sagt man das so?) Jedenfalls Unmöglich! Denn nun machten wir uns um 6 Uhr morgens auf einen 18 stündigen horror Tripp in Richtung Tokyo! Dieser Tripp alleine beinhaltete 181 Bahnhöfe!!! Am nächsten Tag sollten es für mich noch mals 71 Bahnhöfe oder anders 9 Stunden im Zug sein!!!

Fazit: ne Menge gespart (aber trotzdem jeden Tag 10.000 Yen ausgegeben!)! Reisekomfort gegen 0! Spaß gegen Unendlich!!! ;-) Viel gesehen, viel und gut gegessen!
Würde ich es wieder machen? Mit Henning vielleicht, jede andere Konstellation dürfte schwierig werden…! Aber ein tolles Erlebnis war es alle Mal!

Mittwoch, 11. März 2009

お久しぶり!oder long time no see!

So, wie ich mit grauen feststellen musste, ist der letzte Blogeintrag aus dem Januar!
Mhm, das ist aber nicht gut, daher hier ein neuer Beitrag!
Wie ihr vielleicht wisst, bin ich seit März im Praktikum! Letztlich hat es doch irgendwie gepasst! Wie es dazu kam, wie es mir dort so gefällt und was noch so an stand werde ich versuchen zu berichten und mich dabei kurz fassen!
Im Februar war ich hauptsächlich mit der suche nach einem Praktikumsplatz beschäftigt. Eigentlich hatte ich ja schon einen, wegen welchem ich auch bei dem AMT war..., aber irgendwie wurde da doch nichts draus. So kam es, dass ich durch Katja vermittelt Kontakt zu einer Regenschirmfirma bekam. (Regenschirm na klar! Was soll das denn bitte???)
Am 21. Februar sollte dann auch ein Vorstellung statt finden. Da Katja noch bei ihren Gasteltern wohnen konnte, war eine Übernachtungsmöglichkeit schnell gefunden und ich kam zum 4. Mal nach Kyoto (nach Berlin die zweit schönste Stadt der Welt!).
Der Bewerbung-Schriftverkehr lief auf englisch und so konnte ich hoffen, das Gespräch würde auch auf englisch gehalten. Wurde es zum Glück auch. Der Chef des 7-Mann-Betriebes war für 2 Jahre in Kanada und kann sehr gut englisch. Mein Bonus bei dem Gespräch, dass ich aus Europa und noch besser aus Deutschland komme und bereits etwas Berufserfahrung habe, denn, jetzt kommts: es handelt sich bei der Firma 株式会社 日吉や (AG Hiyoshiya) um eine Firma, die traditionelle japanische (Regen-)Schirme herstellt und zwar handgefertigt!
Da das Geschäft mit traditionellen Schirmen im Moment jedoch nicht so richtig läuft (alle man holen sich leider "einmal"Schirme im 100円Shop) und so machte auch in diesem Fall die Not erfinderisch und die Firma versucht sich an neuen Produkten, die sich nach den selben Prinzipien und Methoden fertigen lassen wie die Schirme und darüberhinaus sucht man nach Absatzmöglichkeiten im Ausland und dort in erster Linie in Europa und noch genauer im deutschsprachigen Raum!!! BÄM! Da sollte ich mich ja wohl etwas auskennen... ;-) Naja, hat ja auch geklappt! Am nächsten Tag ging es dann nach Kobe, denn wenn man schon mal in der Gegend ist, sollte man sich unbedingt etwas anschauen!
Zur Belohnung sollte es dann für mich auch neben dem etwas nassen Sightseeing (es nieselte leider!) ein Kobe-beef geben!!! Und wir haben lange gesucht und schließlich eines mit einem etwas annehmbaren Preis gefunden! Manmanman das war zart wie Butter und schmeckte echt super!








































Zurück in Soka waren dann noch ein paar Dinge zu erledigen, wie z.B. verabschieden von den deutschen, mit denen ich zu tun hatte. (Um die japaner zu ner Sayonara-Party zu bewegen hat mir der Nerv gefehlt, denn mit spontan haben sie es eher nicht so und jetzt sind Semesterferien)
Der Umzug lief dann recht glatt und ich habe es Dank Jenny und Henning auch in den Nachbus geschafft und dann Dank Katja und Gastvater auch nach Kyoto. (mit zwischenstop bei den Gasteltern)
Da das Bewerbungsgespräch auf englisch lief, habe ich mir wegen der Sprache keine großen Gedanken gemacht, (ich habe aber leider im Januar und Februar so wenig japanisch gesprochen, dass ich wieder richtig schlecht geworden bin!) aber vom ersten Moment an wurde nur in japnisch mit mir gesprochen! Oha sag ich euch, denn das japanisch ist halt doch anders als das in der Uni gelernte! Und so unglaublich SCHNELL und GENUSCHELT, ich bin während der Mittagspausengespräche froh, wenn ich das Gesprächsthema mitbekomme!!!
Naja, das wird hoffentlich schon noch werden!
Am Geburtstag gab es dann vom Chef Baumkuchen ausgegeben. Dazu sei erwähnt, dass Japaner denken, wir essen in Deutschland ständig Baumkuchen oder Würstchen...
Und daher waren auch alle überrascht denn auf die frage, welcher Baumkuchen mir besser schmeckte, der japanische oder der deutsch, sagte ich: "In Deutschland essen wir nicht oft Baumkuchen, daher kann ich nicht sagen, welcher besser schmeckt".
Abends war ich dann mit Katja im Kino, sie hatte auch im März ihr Praktikum beim Goetheinstitut Osaka angetreten und ist neben mir die einzige "Bremerin" in der Kansai-Region. Der Samstag und Sonntag wurde dann hauptsächlich zum 梅の花 Pflaumenblüten bestaunen genutzt!
Soweit dann erstmal, kurz und auf den Punkt, was es bei mir so neues gibt!
Danke für die Geburtstagsgrüße, haben mich ganz sentimental werden lassen!!! ;-)